| Gelungener Auftritt von "Des Geyers schwarzem Haufen" |
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Am 14.1.2012 begeisterten die "Nachfolger" des in den Bauernkriegen von Florian Geyer angeführten Bauernhaufens das Meimsheimer Volk in der alten Kelter. Der heutige schwarze Haufen des Geyers ist zwar nicht mehr mit Knüppeln, Mistgabeln und Speeren bewaffnet wie der Ursprüngliche, dafür mit wohlklingenden und sehenswerten Zupf-, Schlag-, Blas- und Saiteninstrumenten. Die Spielmänner belustigten das Volk durch virtuose Beherrschung ihrer Instrumente und ließen es in der Tradition Florian Geyers auch an gelegentlicher Kritik an den Mächtigen nicht fehlen. Musikalisch reichte der Bogen von mittelalterlicher Tanzmusik über Moritaten - auch der über den ursprünglichen Haufen - bis zu neumodischen Melodien. |
Das in der Kelter versammelte Volk brachte seine Freude an den
Darbietungen durch
ausgiebiges Handgeklapper zum Ausruck.
Neben Belustigung und Kurzweil stand das "Gesinde" des Fördervereins
mit allerlei Speisen und Trank zur Seite, um das Volk zu versorgen.
Besondere Erwähnung seitens der Spielmänner fand dabei auch der
dargereichte Kartoffelsalat, der Spielmännern und Volk ausgezeichnet
mundete.
(Januar2012, Homepage: Förderverein Alte Kelter, Meimsheim) |
| Von
Wucherern und Zechprellern Mittelalterlicher Minnegesang im Dorfgemeinschaftshaus Meimsheim |
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Von unserer Mitarbeiterin Birgit Riecker Was passt besser in ein über 170 Jahre altes Gemäuer als Musik aus dieser Zeit? Des Geyers schwarzer Haufen hat Anleihen aus dem Mittelalter mit in die Kelter nach Meimsheim gebracht. Die Besucher des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus brauchen Zeit, um sich in die sozialkritischen Texte, die derben Lieder und den lieblichen Minnegesang dieser drei Musikanten einzuhören. Wie ist das mit den Wucheren und Zechprellern? Wie ist das mit der Obrigkeit, die den Armen die Freiheit und den Zehnten nimmt? Hört man da vielleicht auch Parallelen zur Jetzt-Zeit? Mit einem Augenzwinkern stellt Spielmann Albrecht den Zuhörern anheim, die Aktualität der Texte zu prüfen. Technisch versiert spielen die Musiker ihre Balladen, Tänze und Trinklieder auf rund 20 alten oder nachgebauten Instrumenten, bestens verstärkt und immer wieder in neuer, überraschender Zusammensetzung.Tempo- und abwechslungsreich in ihrem Genre präsentieren sich die drei. Hoffenheims Stadionhit erweist sich als bretonische Ballade, in Sponti-Zeiten von den Bots vertont: „Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“ Wer denkt nicht an Rasterfahndung und das Ausspionieren von Computern, wenn er Georg Herweghs Text „Das freie Wort“ hört? Frech sind sie, die mittelalterlichen Gesellen, machen mit dem Publikum einen Alkoholtest, lassen alle mitsingen. „Gotthilf, hör auf“, ruft Spielmann Albrecht zum Entzücken der vielen Sängerinnen und Sänger. |
Nachdenklich
bleiben die Zuhörer nach dem aus der 1848er-Revolution
stammenden Lied vom deutschen Michel: „ Michel warum weinest
du?“ Die
kurz zusammengefassten Antworten lauten: „Weil es mir nicht
behagt, dass
ich soll einen Maulkorb tragen. Weil sie mir mein Recht stibizen und
mein Blut verspritzen. Weil sie mir mein Geld verprassen und mir nicht
sagen, wo sie´s lassen. Weil ich für die Ungeheuer
bezahlen muss die
Steuer.“ Ob da „Whiskey before
Breakfast“ hilft? Das irische Stück ist
ein instrumentaler Höhepunkt, bei dem alle Musiker ihre
Fingerfertigkeit und Musikalität unter Beweis stellen. Sie
spielen wie
im Rausch – und das ohne Whiskey. Die Zuschauer wollen am
Ende gar
nicht von des Geyers schwarzem Haufen lassen. Mit „nit
endendem
Handgeklapper“ zwingen sie die Bauernknechte zu drei Zugaben.
(Januar 2012, Heilbronner Stimme) |
| Sozialkritisches
und Freiheitslieder im Biesinger „Löwen“ „Des Geyers schwarzer Haufen“ kam bestens an / Mittelalterliche Texte haben nichts von ihrer Aktualität eingebüßt Wilhelm Bartler Bad Dürrheim |
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Ein „Handschlag“ besiegelte einen ungewöhnlichen Unterhaltungsabend im „Löwen“ in Biesingen. Er habe geschrieben und „Des Geyers schwarzer Haufen“ habe mündlich zugesagt, erzählte Wolfgang Retzbach, Eigentümer des Erlebnislokals. Handgemacht und bürgernah gibt sich das Musikanten-Trio denn auch und begeistert mit seinem Minnegesang die Zuhörer. Dabei ging es in der überaus passenden Kulisse des rustikal eingerichteten, überdachten Innenhofes des „Löwen“ recht deftig zu, denn die drei Vollblutmusiker nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn sie gekonnt und ungeniert alle Stilrichtungen mixen und dabei nicht nur die Obrigkeit, sondern sich selbst ins Visier nehmen. In Lederwams, weißem Hemd und Leinenhosen stehen sie da wie die Barden aus dem Mittelalter, das Schellenband am Fuß klingelt im Takt. Beim Konzert, eröffnet mit dem Stück „Des Geyers schwarzer Haufen“ aus dem Jahre 1920, zeigt „Spielmann Albrecht“ seine musikalische Vielseitigkeit auf Sackpfeife, Flöte und Krummhorn, beeindruckt aber nicht minder virtuos sein Können mit der Drehleier und der Nyckelharpa (Schlüsselfidel). „Bruder Martin“ greift zu Trommel, Cembalo und Dulcimer und reißt bei seinem Solo auf dem Scheitholz endgültig das Publikum zur Begeisterung hin, während „Ralf der Saitengreifer“ das Repertoire der mittelalterlichen Klänge mit Gitarre, Mandoline und Mandocello ergänzt. Mögen die Klänge zwar mittelalterlich sein, haben die Texte dennoch nichts von ihrer Aktualität eingebüßt, wie dem Zuhörer bewusst wird, egal ob es nun um den weinenden Michel geht, dem der Staat das Geld aus der Tasche zieht. |
Deutlich werden dem aufmerksamen Zuhörer das Diktat von oben und die Unfreiheit, wenn es bei den Minnesängern um das freie Wort geht. Gekonnt mischen die drei musikalischen Recken Rock und Folk in ihren Gesang, packen ein ums andere Mal die überraschendsten Musikinstrumente aus. Dabei begegnen dem Zuhörer auch altbekannte Lieder wie „Was wollen wir trinken“ und andere Stücke, auch die Klassik findet im Repertoire des Trios ihren Platz. Humorvoll moderiert, erlebten die Zuhörer eine Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte, die sie gern mit lautem „Handgeklapper“ belohnten. Angesichts des Vergnügens solcherart gekonnt vorgebrachter Unterhaltung, gepaart mit Sozialkritik, war es natürlich kein Wunder, dass das Volk die Barden nicht ohne Zugaben von der Bühne ließ. (27. April 2011,Südwestpresse) |
| „Schwarzer
Haufen“ heizt ein Mittelalterliche Lieder von teilweise hoher Aktualität Sabine Krümmer Bad Dürrheim-Biesingen. |
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Liebhaber mittelalterlicher Musik kamen am Samstagabend im Gasthof Löwen voll auf ihre Kosten. Der urige und leider nicht komplett besetzte Veranstaltungssaal bot den idealen Rahmen für den Auftritt von „Des Geyers schwarzer Haufen“. Die drei Vollblutmusiker aus Ludwigsburg boten mehr als drei Stunden beste und sehr kurzweilige Unterhaltung. Während seit einigen Jahren allerorten das Thema Mittelalter wieder hoch im Kurs steht, ist Front- und „Spielmann Albrecht“ Schmidt-Reinthaler ein alter Hase in diesem Metier, gründete er doch schon vor 28 Jahren die Gruppe. Natürlich spielte er die Sackpfeife, den Dudelsack also, doch er brillierte auch an solch außergewöhnlichen Instrumenten wie der Schlüsselfidel, der Rauschpfeife oder dem Krummhorn. Manchmal spielte er die Drehleier und eine Flöte parallel. Auch als Sänger und Moderator gefiel der Multi-Instrumentalist. Die Mitstreiter „Ralf der Saitengreifer“ (Ralf Glenk) und „Bruder Martin“ (Martin Ernst) stehen Spielmann Albrecht aber in nichts nach. Der Saitengreifer spielt modernere akustische Gitarren ebenso versiert wie Mandola oder Mandocello. Hinzu kommt seine ausdrucksstarke Stimme. Zu Beginn eher zurückhaltend liefert Bruder Martin an verschiedenen Schlaginstrumenten den Takt, reißt aber spätestens bei seinen Soli am Scheitholz und am Dulcimer das Publikum mit. Feiner Minnegesang ist die Sache des Trios eher nicht. „Des Geyers schwarzer Haufen“ bringen natürlich zu Beginn des Konzerts das gleichnamige Stück aus dem Jahr 1920 zu Gehör, widmen sich alten Trink- und Tanzliedern. Egal, ob ein Kampflied aus dem Bauernkrieg angestimmt wird oder ein uralter französicher Tanz, den viele im Publikum schon in anderen Interpretationen kannten, die fast schon verwegen anzuschauenden Musiker überzeugen auf der ganzen Linie. |
Fast rockig werden einige Lieder dargeboten und Spielmann Albrecht beherrscht nicht nur die außergewöhnliche Schlüsselfidel, die Nyckelharpa, virtuos. Hinzu kommen die witzigen Anmoderationen durch den Frontmann und den Saitengreifer. Da wird der deutsche Dichter Friedrich Schiller schon mal als „Schwoabeseckel“ bezeichnet. Die drei nehmen sich zur Gaudi des Publikums aber gerne selbst aufs Korn. Fast schon erschreckend ist oft die Aktualität der mittelalterlichen Texte, wenn es beispielsweise heißt: „Michel, warum weinest du? Weil sie mein Geld verprassen und nicht sagen, wo sie’s lassen“ was auf den deutschen Michel gemünzt ist. Auch bei „Das freie Wort“ wird es mucksmäuschenstill im Publikum. Jedem wird angesichts des Glühlampenverbots, des sinkenden Euro-Kurses und dem Gerangel um den Kraftstoff E10 sofort bewusst, wie unfrei das Leben auch heute sein kann. Natürlich ließ das begeisterte Biesinger Publikum die Musiker nicht ohne Zugaben von der Bühne. Zwei bot das Trio als Abschluss. Bis zum letzten Takt spielte das Trio mitreißend und überzeugend. Selbst vor Beethovens 9. auf dem Dudelsack machten die Künstler nicht Halt. Der Abend war auf alle Fälle ein Muss für alle Mittelalterfans. (27. April 2011, Schwarzwälder Bote) |
| Konzert
von "Des Geyers schwarzer Haufen" im Pavillon in Sindelfingen Dank für Handgeklapper Matthias Staber |
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Wer sich auf "Des Geyers schwarzer Haufen" einlässt, bekommt ein spaßiges Konzert serviert. Allein die Zwischenmoderationen von Albrecht Schmidt-Reinthaler, der als Spielmann Albrecht eine ironisch überzeichnete archaisierende Sprechweise pflegt, sind den Besuch des Konzerts wert: „Habt dank für euer nit enden wollendes Handgeklapper.“ Schellenschuh, Schlüsselfiedel, Mandoline, Flöte und zig Instrumente mehr bringen eine fetzige Musik rüber, die ohne allzu viele |
modernisierende Elemente auskommt und dennoch tanzbar und eingängig aktuellen Hörgewohnheiten schmeichelt. Mittelalter-Fans, die eine authentische Alternative zu Mittelalter-Crossover-Klängen der Sorte In Extremo oder Subway to Sally suchen, können bei „Des Geyers schwarzer Haufen“ fündig werden. (13.04. 2011, Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung) |
| Heiter-Satirisches
aus dunklen Tagen Die Spielleute „Des Geyers schwarzer Haufen“ erfreuen das Publikum mit ihrem Gesang und ihrer Virtuosität. Jutta Rund |
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Lorch. Im Lederwams gewandet, zogen sie mit ihren Instrumenten ins vollbesetzte Refektorium des Klosters Lorch ein, die Spielleute „Des Geyers schwarzer Haufen“. Sie erfreuten das Publikum mit ihrem Gesang und ihrer Virtuosität auf zahlreichen mittelalterlichen Instrumenten.„Guten Abend Spielmann“ war das Begrüßungslied in der Tradition mittelalterlicher Spielleute. In einer dem Mittelalter angelehnten Sprache erklärten die Barden ihre Stücke und verflochten Heiteres und Satirisches aus Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Mit ihrer Mischung aus historischen, folkigen und rockigen Klängen und ihrer Virtuosität auf ihren vielen Instrumenten begeisterten sie das Publikum. Wenn Albrecht Schmidt-Reinthaler, der Gründer, Komponist und Arrangeur der Gruppe, Drehleier und Flöte gleichzeitig spielen kann, dann im nächsten Stück zu Krummhorn, dann zu Drehleier, Mandoline und vier weiteren Flöten greift und dazwischen frech fröhliche oder auch besinnliche Texte singt, ist das Faszination pur. Auch seine beiden Mitstreiter, „Bruder“ Martin Ernst und der Saitengreifer Ralf Glenk, verstanden es vortrefflich, mit verschiedenen Instrumenten wie Mandola, Gitarre, Lauten, Scheitholz, Schlagwerk und Cembalo das Publikum zu begeistern. |
Ihr Name und die musikalischen Wurzeln stammen vom Anführer des Bauernhaufens im 16. Jahrhundert, dem Ritter Florian Geyer, der sich für deren Rechte einsetzte. Sie spielten Tänze aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Jahrhunderten und sangen heitere, satirische, nachdenkliche und aufrührerische Lieder aus düsteren Zeiten. Landsknechtlieder, Hochzeitslieder und Handwerkerlieder erzählten von Festen, Freuden und Nöten der kleinen Leute des Mittelalters und der Bauernkriege und guten und schlechten Zeiten des Volkes aus vergangenen Tagen. Begeistert forderte das Publikum mit Applaus Zugaben, darunter ein Folk-Potpourri zum Mitsingen und die besondere „Ode an das freie Wort“ von der badischen Revolution. Die Musik „ des Geyers schwarzer Haufen“ und das Ambiente des Klosters war ein ganz besonderer Genuss, da waren auch gerissene Saiten kein Problem, denn die anderen Instrumente überbrückten mit gekonnten Variationen. ( 13.02.2011, Schwäbische Post) |
| Zwei
volle Lehrstunden Geschichte von unten Zum Jubiläum des Clubs Kuckucksei gab sich am Samstag "Des Geyers schwarzer Haufen" die Ehre |
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von H.B. NÜRTINGEN. Man nehme einen entlaufenen Klosterbruder mit Namen Martin, einen Saitengreifer, Bernd geheißen, und einen mit einer Vielzahl spätmittelalterlicher Instrumente vertrauten Spielmann namens Albrecht – schon hat man das komplette Line-up von Des Geyers schwarzer Haufen beisammen und mit ihm die Protestkultur der kleinen Leute über die letzten sechs Jahrhunderte weg. Über die Wut eines armen Bauern, die Tränen des deutschen Michel oder die Forderung nach Pressefreiheit sangen die drei Spielleute aus Ludwigsburg am Samstagabend im Club Kuckucksei. „Willkommen im Mittelalter“ hätte am Samstag in großen Lettern über dem Eingang des ältesten kulturell-politischen Clubs des Neckarstädtchens stehen können, denn eben jene Welt von Minnesang und Frauendienst schienen Bernd (Settgast) der Saitengreifer, Bruder Martin (Ernst) und Spielmann Albrecht (Schmidt-Reinthaler) dem Publikum ins Gedächtnis rufen zu wollen. Dachte man vielleicht, wenn man mit den Verhältnissen und der Protestkultur des Club-Umfeldes nicht so vertraut ist. Jedenfalls war der Name des Trios Programm: „Das Lied der Bauern ist unser Kampflied“, macht Albrecht Schmidt-Reinthaler unmissverständlich klar und schickt die Klage eines armen Bauern gleich hinterher: „Ich hab ein’ Kuh, die ist mir nur halb / Dem Metzger g’hört ja schon das Kalb“. Fronarbeit und Steuerdruck machen den kleinen Leuten das Leben sauer und die drei Spielleute singen, wie es wirklich war. Zwei volle Lehrstunden Geschichte von unten, unterhaltsam verpackt in Musik, die zwischen traumhaft romantischen Melodien und schnarrend rohen Kneipenliedern ein gewaltiges Repertoire an alter und nicht so alter Musik umfasst, lässt keinerlei Langeweile aufkommen. |
Auch aktuelle Themen werden angeschnitten. Landesfürsten und wie mit ihnen umzugehen wäre, zum Beispiel, stellten schon immer ein Problem für die kleinen Leute dar: „Am besten wir fegen sie weg“, schlägt Schmidt-Reinthaler vor, „wir wären dabei – auch gegen die Hundertschaft moderner Landsknechte und ihre Wasserwerfer“. Die alten Landsknechte hatten’s – Spieß voran und Strampedemi – längst nicht so gut, „erst als sie kam’n vor Benevent hatte ihre Not ein End“. Auch das aber dürfte nur auf Kosten anderer Armer hergegangen sein. Doch Spielmann Albert hat auch Schönes zu berichten. Zum Beispiel von einer musikalischen Renaissance-Hofschranze, die er als „Dieter Bohlen des 16. Jahrhunderts“ charakterisiert und der trotzdem Melodien geschrieben hat, denen sich auch er nicht entziehen konnte. Weniger konziliant im Umgang mit der Nobilität war ein anderer „jüngst (circa 1465) verstorbener“ Kumpel des schwarzen Haufens: „Ich, Villon, verehrt und angespien“, griff schon mal zum Dolch, wenn’s in den Pariser Kneipen heiß her ging. Scheyttholz, Schlüsselfiedel, Drehleier, Krummhorn und Flöten aller Art, dazu Lauten, Mandolen, Trommeln und an allen sechs Fußgelenken Schellenkränze – nahezu 20 Instrumente kommen zum Einsatz, die zum Teil nach Jahrhunderten der Vergessenheit seit den Bemühungen eines Carl Orff wieder eine gewisse Popularität genießen. Tänze aus Asturien, Galizien, dem österreichischen Alpenvorland und nicht zuletzt der Bretagne umfasst das Repertoire des Trios aus Ludwigsburg, und als bretonisch entpuppt sich denn auch ein altbekanntes Lied aus der Sponti-Zeit: „Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“. Der Kampf ist eben noch lange nicht zu Ende, ob in der Landeshauptstadt nun der „Hagere“ oder „Schweinebacke“ die Fäden zieht, Spielmann Albrecht weiß: „Unsere Enkel fechten’s besser aus.“ (22. Dezember 2010,Nürtinger Zeitung) |
| CD-Pressekritik Die neuste CD: 25 Jahre Spielmann Albrecht - Beurteilung der Karfunkel Fachzeitschrift |
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Spielmann Albrecht feiert sein 25jähriges mit seinen Liedern, seiner Gaita und allen anderen Instrumenten mit einem von A bis Z selbstgemachten Studioalbum, auf dem er viele bislang unveröffentlichte Stücke präsentiert. Dass er auch ohne seinen "schwarzen Haufen" ein hörenswerter Tonmeister ist, der Herzen und Knochen in Schwingungen versetzt, ist schon nach den ersten Klängen seines geliebten spanischen Dudelsacks klar, dem der erste Track gewidmet ist. |
Er beherscht einfach jedes zu hörende Instrument ohne Tadel und überzeugt mit einer Musikalität, die scheinbar mühelos aus der Mitte seiner Persönlichkeit entspringt. Zauberhaft, klangschön, nachdenklich bis tanzbar sind auch die anderen Songs dieses Albums, dass zeigt: Ohne Spielmann Albrecht wäre die Klangwelt einfach leerer. Diese CD sollte man sich nicht entgehenlassen. (Oktober-November 2010, Karfunkel Heft Nr. 90) |
| Drei
Spielleute und 20 Instrumenten Bad Cannstatt: Des “Geyers schwarzer Haufen“ bot mittelalterliche Klänge in modernem Sound in der „Palette“ |
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(rw)- Mit braunem Lederwams über weißem Hemd und Leinenhosen zog er ein am Samstagabend: „Des Geyers schwarzer Haufen“ Voran stapfte „Spielmann Albrecht“ mit seiner schwarzen Sackpfeife. Dann folgte „Ralf der Saitengreifer“ mit der ersten seiner 5 Gitarren im Arm und zum Schluss, tanzbärengleich wiegend „Bruder Martin“ mit seiner handlichen Trommel. Die Schellen- bänder um ihre Stiefel kündeten von jedem ihrer Schritte hinein in die“Palette“ dem Restaurant & Kunst-Cafe in der Brunnenstraße. Dort spielten sie 3 Stunden lang, die Mittelalter-Barden aus Ludwigsburg, zum Ergötzen der Zuhörer, den „das Volk will Spaß“ wie Albrecht nicht müde wurde zu wiederholen, wenn er im Stil des 16. Jahrhunderts immer neue kurzweilige Darbietungen ankündigte und dafür “rhythmisches Handgeklapper“ einforderte. Beifall ist er gewohnt, denn bereits 1983 hat er seinen „Haufen“ um sich geschart. Der tritt seit 10 Jahren erfolgreich in dieser Formation auf, um mit Florian Geyers Lied aus den Bauernkriegen dessen Kampfruf „Spieß voran“ erklingen zu lassen. So verbindet die Gruppe musikalisches und soziales Engagement mit Jahrhunderte überspannendem Humor und überlässt es dem Zuhörer, zu entscheiden, ob tatsächlich vom mittelalterlichen Frondienst heute nur noch die Kehrwoche übrig geblieben ist.Auf ihr eindringliches Lied vom „armen schwäbischen Bauern“, dem das Leben so „sauer“ wird, dass er sich nur noch wünscht, im Himmel zu sein, folgte das Trinklied „Wenn wir in den Himmel kommen“. Anschauliche Sozialkritik und ausgelassene Fröhlichkeit verbindet das Trio mit seiner Experimentierfreude beim virtuosen Einsatz des Arsenals an mittelalterlichen Instrumenten. Schlüsselfiedel, Krummhorn, Scheitholz, Flöten, Drehleier, Mandoline, Cembalo. |
Das alles hatten sie zur Hand, manchmal mehreres gleichzeitig. Und wenn sie nicht dazu sangen, begleiteten sie ihr Spiel mit verschmitzter Freude (Albrecht), staunendem Verstehen (Ralf) oder nickendem Nachdruck (Martin). Mit ihrem stimulierendem Ganzkörpereinsatz erreichten die Spielleute, dass auch ihre Zuhörer erfasst wurden vom Rhythmus, und mitklatschten oder nach kurzer Probe begeistert mitsangen. Manche tanzten zum Schwung von „Whiskey before breakfast“. Es wurde ein ausgelassenes Zusammensein in der Palette, bei dem die Wirtin nicht nur ihr übliches irisches und deutsches Bier ausschenkte, sondern auch einen Florian Meyer Spezial – Met mixte. Der Geyersche Haufen forderte mit seinem Schlachtruf „All voll“ zum vollem Genuss von Getränk und Leben auf und verkündete mit Schiller:“Freiheit ist nur in dem reich der Träume und das Schöne blüht nur im Gesang“. Dann spielten sie die asturische Weise aus dem 16. Jahrhundert, die sie einst beim „Festival der Spielleute“ als Erkennungsmelodie vortragen durften und die irgendwie an „Let it be“ erinnerte. So kam man auch den Beatles auf die Quellenspur. (26. Mai 2010) |
| Variationen
in bester Spielmann-Manier Von Franz Andritsch Sozialkritische Texte, Trink-, Bänkel- und Liebeslieder auf alten Instrumenten: Bernd Settgast, Albrecht Schmidt-Reinthaler und Martin Ernst |
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Möckmühl - Im Lederwams über weißleinenem Bauernhemd und Hose kam "Des Geyers schwarzer Haufen" nun zum dritten Mal in den Knurps-Kulturkeller. Dort waren aber keine aufrührerischen Bauern versammelt, sondern wohlgesittete Fans folkloristischer Musik. Gleich zu Beginn fordern die drei Spielleute mit dem Lied von "Des Geyers schwarzen Haufen" martialisch dazu auf, den Herren den roten Hahn aufs Dach zu setzen. Mit dem Klagelied eines geschundenen Bauern, der "nicht ein noch aus weiß" und sich nach einem steuerfreien Himmel sehnt, wo man "satt gesoffen in den Wolken schlafen" kann, legen sie nach. Minnelied Dann aber fahren sie in bester Landsknechtmanier nach Benevent, wo alles Elend "hat sein End". Und in bester Hochzeitsmanier schlagen sich die "Bauern von Sankt Pölten" gegenseitig die Köpfe ein. Ein Minnelied aus dem platten Norden lockt zart und "Guten Tod von Basel" die Erlösung von einem alten und in der folgenden Strophe von einem jungen Eheweib herbeigefleht. So geht es durch eine Welt der Gefühle und Stimmungen. Neben fröhlich-derben Trink- und Bänkelsängerliedern gibt es immer wieder sozialkritische Texte, etwa vom badischen 1848er Revolutionär Georg Herwegh. Auch der gute Schiller kommt zu Wort, denn "wo man singt, da lass dich ruhig nieder". |
Die Geyers lieben es, durch die Zeiten zu reisen, lassen "Eine kleine Nachtmusik" anklingen, leiten zu "O Susanne" über und verweilen einen Moment bei "Freude schöner Götterfunken". Und ganz kurz schweben Frere Jaques und Jesus Christ im Raume. In wohlgesetztem Lutherdeutsch, durchmischt mit moderatem Schwäbisch, erweitert durch etwas Latein und abgerundet durch plattdeutsche Sätze, führen Albrecht Schmidt-Reinthaler, Martin Ernst und Bernd Settgast durch ihr Programm. Sie variieren alte Melodien, bieten eigene Kompositionen, transponieren in rockige Rhythmen und setzen Instrumente ein, die viele nur von historischen Abbildungen kennen: Sackpfeife, Krummhorn, Drehleier und Scheitholz zum Beispiel. Und Schellen an den Bundschuhen. Handgeklapper In 27 Jahren ist "Des Geyers schwarzer Haufen" zum Inbegriff folkloristischer Spielmannskunst geworden. Schade, dass niemand mehr paarweise oder im Reigen hüpfen und sich wiegen kann. Oder war es nur der fehlende Platz im dicht besetzten Gewölbekeller, der das Publikum zwang, sich auf wippende Beinen und "viel Handgeklapper" zu beschränken? ( 01. MÄRZ 2010, Heilbronner Stimme) |
| Mittelalter-Klänge
begeistern auch neuzeitliches Publikum "Des Geyers schwarzer Haufen" spielt auf Einladung der Naturfreunde in Rastatt / Meister auf alten Instrumenten wie Drehleier und Schlüsselfidel |
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Rastatt (vgk) - Mit Musik aus dem Mittelalter ein Publikum zu begeistern, gelingt nicht jeder Formation, es sei denn es handelt sich um "Des Geyers schwarzer Haufen". Man sollte mit Superlativen vorsichtig umgehen, doch das Wort "grandios" trifft das Konzertgeschehen am Samstagabend im voll besetzten Naturfreundehaus Rastatt einfach am besten. Selbst nach mehreren Stunden Musik aus längst vergangenen Zeiten hatte das Publikum noch nicht genug und forderte Dacapo. Ausgefallene Rhythmen, präsentiert mit Können und Kreativität, machten die Attraktivität aus. Mit viel Spielwitz zogen die drei schwäbischen Vollblutmusiker alle Register der Spielkunst. Gegründet wurde die Band mit dem ungewöhnlichen Namen von Albrecht Schmidt-Reinthaler (Spielmann Albrecht). Ein Hansdampf in allen musikalischen Gassen und an alten Instrumenten wie dem Dudelsack. der Drehleier. Schlüsselfidel oder dem Krummhorn. 90 Prozent aller Stücke entstammen seiner Feder oder wurden von ihm bearbeitet. Unterstützung auf der Bühne fand er durch Martin Ernst (Bruder Martin), ein versierter Spieler auf dem Cembalo, Scheidholz und den Handtrommeln. Sowie durch Bernd Settgast. dem Saitengreifer auf den Lauten. Seit 26 Jahren tourt die Gruppe in wechselnder Besetzung durch die Lande und lässt viele Facetten der Musik vom Mittelalter bis zur Neuzeit wieder aufleben. Auch lassen die Musiker keinen Zweifel daran aufkommen, dass die jahrhundertealten Texte auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. |
Die Klangmixtur ist einzigartig. Scheinbar mühelos webt die Gruppe an einem Klangteppich, in dem sich hier und da ein paar rockige oder barocke Töne verirren und damit die gängige Einordnung der Musik in den Bereich des Folks zunichte machen. Spielmann Albrecht, Bruder Martin und Saitengreifer Bernd lassen sich eben in keine musikalische Schublade stecken. Zu groß ist das musikalische Spektrum, das von ihnen bedient wird. Ganz vortrefflich gelang es den Akteuren, die Musik des Mittelalters in ihrer Kraft und Dynamik einzufangen. Sie zeichneten rhythmisch differenzierte Klangbilder von eindrücklicher Schönheit, schlugen Bögen von höfischen Klängen in die Klangwelt der Bauern und präsentierten Trinklieder, gespickt mit satirischen Anspielungen. Jeder bekam sein Fett weg. Beliebtes Zielobjekt waren „Gendarmen und Pfaffen“. Mit begeisternder Spiel- und Sangesfreude, Witz und Charme, in bester Tradition nahmen sie ihre Besucher mit auf eine Reise in eine untergegangene Welt voller Lebensfreude, die gar nicht so mittelalterlich-finster war, wie allgemein angenommen wird. Der Erfolg lag somit auf beiden Seiten: Zum einen auf der der Rastatter Naturfreunde, die den Mut hatten „Des Geyers schwarzer Haufen“ ein Forum zu bieten, und der Band, die mit einer einzigartigen Musik zu begeistern wusste. (04. Juni 2009, Badisches Tagblatt) |
| Riesenbeifall
für „Geyers schwarzer Haufen“ Dreistündiges Konzert in der Tradition der Spielleute mit historischen Instrumenten |
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Die Naturfreunde überraschten in ihrem Vereinshaus die 120 zahlenden Gäste mit einem höchst imposanten Auftritt des Spielmann-Trios „Des Geyers schwarzer Haufen". Mit authentisch dargebotener „Folks-Musik“, die vom mittelalterlichen Minnesang über derbe Bauern-, Handwerker und Landsknechtlieder bis zu neuzeitlichen Pop-Klängen reichte, sorgte Spielmann Albrecht Schmidt-Reinthaler mit seinen beiden Liedkumpanen Saitengreifer Ralf Glenk [Anmerkung DGSH: es spielte Bernd Settgast, nicht Ralf Glenk] und Bruder Martin Ernst beim Publikum für elektrisierte Begeisterung. Zwar outeten sich die Musiker schon gleich zu Beginn
als „Schwabengesellen", doch wurden sie mit jedem Lied, das
sie zum besten gaben, zunehmend ins Badische integriert: Bis zum Ende,
als Liedgut aus dem Umfeld der Badischen Revolution von 1848/49
erklang, waren sie per Akklamation des Publikums völlig
naturalisiert. Die drei musikalischen Spießgesellen, die im
Jahr des Revolutions-Jubiläums 1999 vom SWR zu den Spielleuten
des Jahres gewählt wurden, überzeugten besonders
durch ihr perfektes Zusammenspiel. Die weitgehend auf rekonstruierten
historischen Instrumenten intonierten Lieder waren
zurückhaltend verstärkt und erzeugten eine
wirklichkeitsnahe Atmosphäre in der Tradition der Spielleute.
Es kamen ein Cembalo, eine Gitarrencister, verschiedene Lauten, ein
banyo-artig besaitetes Scheitholz, eine seltene
Schlüsselfidel, eine Drehleier, eine Sackpfeife, ein Krummhorn
und vieles andere mehr zum Einsatz. Spielmann Albrecht bestach
besonders durch die höchst virtuose Handhabung der
Schlüsselfidel, der er mit dem Bogen ebenso subtile wie
schneidige Töne entlockte und mit der er nach einer
vieljährigen Spielpraxis regelrecht verwachsen zu sein schien. |
Teilweise mehrstimmig vorgetragen, animierten sie die Zuhörer mehrfach zum Mitsingen. Überhaupt war die Interaktion zwischen Musikern und Auditorium, die ohne Anbiederung erfolgte, ein ganz und gar stimmiges Miteinander und heizte die Spiellust der Musiker wie die Beifallsfreude der Zuhörer zusätzlich an. So ertönten während des Konzerts neben stimmungsvollen, melodiös feingewobenen Klangteppichen rustikale Tanzrhythmen und gediegene Instrumental weisen. Höhepunkte waren dabei ein auf der Sackpfeife intoniertes Stück aus dem 16. Jahrhundert, das an den Beatles-Song ,,Let it Be" erinnerte, und eine Vertonung des Georg Herwegh Gedichts vom „freien Wort". Am Ende bewahrheitete sich im Naturfreundehaus das von den Musikern selbst vorgebrachte Schiller-Zitat; „Wo man singt, da lass dich nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder.“ Die Idee zu dem erfolgreichen Konzertabend stammt von
dem im Frühjahr neu formierten Kulturrat innerhalb des Vereins
der Naturfreude. Nachdem bei der letzten Mitgliederversammlung Uschi
Boess-Walter und Heinz Zoller als Doppelspitze in den Vereinsvorstand
gewählt worden waren, hat sich der Kulturrat gebildet, der aus
Brigitte Wagner, Wolfgang Wagner und Manfred Kaiser besteht. Er hat
sich zum Ziel gesetzt hat, die kulturellen Aktivitäten des
Vereins zu „aktualisieren" und damit frischen Wind in den
Verein insgesamt zu bringen. Manfred Kaiser war als Kurator des Konzert
mit „Geyers schwarzem Haufen“, der ersten
Veranstaltung dieser Art bei den Naturfreunden, in dieser Richtung
erfolgreich. (03. Juni 2009, Badische Neueste Nachrichten) |
| Wenn
der Spielmann den Ton angibt Alte Musik „Des Geyers schwarzer Haufen“ präsentiert stimmungsvolle Klänge aus dem 16. Jahrhunderte |
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von Marion Bässler Gleich zu Beginn ließen sich die drei Musiker etwas Schönes einfallen, denn sie zogen gleich spielend in den Saal ein. Dabei gab „Spielmann Albrecht“ mit seinem klangvollen Dudelsack den Ton an. Der Schloss-Saal war als Veranstaltungsort gut gewählt, da er ein bisschen von der historischen Atmosphäre widerspiegelte und auch die Gewänder der Musiker fügten sich in die dargestellte Zeit ein. Zudem passten die Künstler ihre Sprache den damaligen Gepflogenheiten an. |
Als sie das Publikum begrüßten, lautete das Folgendermaßen. „Vergesst dass ihr der Arbeit frönt, mit Kurzweil werdet ihr verwöhnt“. Ungewöhnliche Instrumente (April 2008) |
| Gelegenheit
beim Schopf gepackt Mundart - Wilhelm König und »Des Geyers schwarzer Haufen« verbreiteten gute Laune in Betzingen |
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REUTLINGEN-BETZINGEN. Handgemachte Musik quer durch die
Jahrhunderte und ein Dettinger in Hochform, diese Kombination lockte am
Samstagabend nicht nur Betzinger in die gute Stube der
Altenbegegnungsstätte in der Eisenbahnstraße. König in seinem Element |
»Die Gruppe passt zu mir, ich mach’
auch keine gemütlichen Sachen«, stellte der
»edle Recke Wilhelm aus dem Hause der von
König« zufrieden fest, bevor er sich in sein Element
begab und seine schwäbischen Gedichte und Sprüche zum
Besten gab. (14. April 2008, Reutlinger General-Anzeiger) |
| Zu
den Wurzeln 2000 Besucher bei den Mundartwochen |
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Die 33. Reutlinger Mundartwochen gingen am Samstag zu
Ende. Wilhelm König, der künstlerische Leiter findet
die Resonanz recht ordentlich. Den Abschlussabend gestaltete Wilhelm König
himself mit der Musikgruppe Des Geyers Schwarzer Haufen in der
Betzinger Altenbegegnungsstätte. |
Zu den Bauernkriegs-Liedern, die für den Ermstäler König auch persönliche Bedeutung haben (zwei seiner Vorfahren mischten beim „Armen Konrad“ mit), trug der Mundartpoet ältere Texte vor. Darunter das legendäre, sich mit der Abrissmentalität auseinandersetzende und immer noch aktuelle Gedicht „aareißa" [...] zurück zu seinen sozialkritischen Wurzeln. Einer 34. Auflage der Reutlinger Mundartwochen steht nichts im Weg. Und bis dahin hofft Wilhelm König, dass auch eine Entscheidung über den Umzug seines Mundartarchivs von Bad Schussenried nach Reutlingen gefallen ist. „Da gibt es positive Signale“ sagt er, einen Ratsbeschluss könnte es möglicherweise noch vor der Sommerpause geben. (14. April 2008, Südwest Presse) |
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Veranstaltungsreihe "Das alte Dorf neu entdecken"
geht mit "Des Geyers schwarzer Haufen" zu Ende Kaum ist das 15-Uhr-Läuten der Glocken der Dorfkirche verklungen gewesen, das die letzte Episode vom "Das alte Dorf neu entdecken" einläutete, da setzten die Spielleute von "Des Geyers schwarzer Haufen" mit ihren Weisen ein. |
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| Auf dem
voll besetzten Dorfplatz
waren schon lange vor Beginn der Veranstaltung alle Sitzgelegenheiten
besetzt und auch die Stehplätze mit Blick auf die
Musiker
wurden schnell rar. Mit großem Beifall
begrüßte das
Publikum die Musiker von " Des Geyers schwarzer Haufen". Da ist einmal
der Bandgründer:
Spielmann Albrecht alias Albrecht Schmidt-Reinthaler, der durchs
Programm
führte und abwechselnd auf Sackpfeife und anderen
mittelalterlichen
Instrumenten spielt. Ihm zur Seite steht Ralf, der Saitengreifer (Ralf
Glenk), der diverse Gitarren bearbeitete und Bruder Martin (Martin Ernst), dem - seiner Tonsur wegen- ein Vorleben im Kloster nachgesagt wird. Er versteht es meisterlich mit dem Cembalo aber auch mit Trommeln und dem Scheitholz umzugehen. |
Das
Programm führt die
Zuhörer auf eine Zeitreise ins Mittelalter, mit Abstechern ins
18. und
19. Jahrhundert. Die Musiker spielten und sangen mitunter in
akrobatischen
Stellungen und entlockten ihren historischen Instrumentenvirtuose
Klänge,
stampften dazu mit ihren, mit Schellenbändern versehenen,
Füßen
und wechselten in Rekordzeit die Instrumente. Das Publikum ging begeistert mit, und als es dann hieß "auf Wiedersehen!", ist für die Zuhörer klar, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage der Veranstaltungsreihe "Das alte Dorf neu entdecken" und ein Wiedersehen mit "Des Geyers schwarzer Haufen" geben soll. (August 2007,KornwestheimerZeitung) |
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Strahlkraft mit Dudelsäcken Hervorragende Unterhaltung: Im Wasserschloss verschmolz die Gruppe "Des Geyers schwarzer Haufen" Moderne und Vergangenheit |
|
| Es ist
schon erstaunlich, wie viel
Begeisterung Musik entfachen kann, die schon über 500 Jahre
alt ist.
Auch im Zeitalter der musikalischen „Superstars“ und computergeschaffener Klänge kann die Gruppe " Des Geyers schwarzer Haufen" mit ihrer Mittelalter- und Renaissance-Musik noch die Besucher ihrer Konzerte in ihren Bann ziehen. In Bad Rappenau gibt es dafür kaum ein besseres Ambiente als das Wasserschloss. Dort lässt sich Moderne und Vergangenheit zu einem unterhaltsamen Ganzen verschmelzen. …. Kraftvoll und mit großem Elan interpretieren Albrecht Schmidt-Reinthaler, Martin Ernst und Ralf Glenk die Musik von damals. Besondere Strahlkraft verleihen sie ihr durch das virtuose Spiel an Instrumenten, die man heute in keinem Fachgeschäft mehr findet.. …Für Humor sorgen die Streitgespräche. Es geht oft etwas derb zu, wenn Albrecht Schmidt-Reinthaler vor allem Martin Ernst verbal attackiert. |
Als
„Bruder Martin“, den Mönch,
der außer Klostermauern noch nichts gesehen hat, verunglimpft
er ihn
dann. Zu viel Harmonie, so gewinnt man den Eindruck, ist eben nicht gut
für
die Show. Heimlicher Star ist aber Ralf Glenk. Eher wortkarg steht er den beiden Mitstreitern zur Seite und greift beherzt in die Saiten seiner Gitarren. Diese sind zwar neueren Datums, aber auch ihnen kann man den oft stumpfen, dann wieder schnell aufbrausenden Wohlklang des Mittelalters entlocken. Werden die drei mit viel Handgeklapper, wie sie Applaus nennen, bedacht, dann sind sie guter Laune. Wenn nicht, geht schon einmal eine lieb gemeinte Provokation ins Publikum. Doch das verstehen die Fans, die ihren „schwarzen Haufen“ sehr wohl kennen, und kooperieren. (Juli 2007, Heilbronner Stimme) |
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Kulinarische Poesie auf esoterischem Terrain Lesematinée mit der Schauspielerin Marianne Sägebrecht in der Kapelle im Schloss Brackenheim |
|
| …
Neben ihrer abenteuerlichen Lebensgeschichte hat Marianne
Sägebrecht mit den beiden Musikern Albrecht Schmidt-Reinthaler
und Martin Ernst auch noch musikalische Unterstützung im
Gepäck. Wenn sie sich dann eine kurze
Pause gönnt, begeistert „Des Geyers schwarzer
Haufen“ mit atmosphärischer mittelalterlicher
Musik auf Drehleier, Scheitholz und Sackpfeife. |
Dabei wippt
die Sägebrecht
gelöst imTakt der Musik, schaut
über den Rand ihrer Brille und überlegt, welche
Anekdoten sie aus
ihrem Leben als nächstes erzählt… (Mai 2007, Heilbronner Stimme) |
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Schlüsselfidel, Dudelsack und Mandocello Mittelalterliches Konzert im Knurps-Kultur-Keller in Möckmühl |
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| „Wir
wollen endlich ein Thema aufgreifen,
das an die Nieren geht. Lasst uns ein Trinklied spielen“,
schlägt Spielmann
Albrecht, alias Albrecht Schmidt-Reinthaler vor. Mit rustikaler,
mittelalterlicher
Musik war die Gruppe „Des Geyers schwarzer Haufen“
im Knurps-Kultur-Keller
in Möckmühl zu Gast. Die Gruppe bietet mit ihrem
Programm „Spielend
durch die Jahrhunderte“ ein besonderes Konzert: Exotische
Instrumente aus
dem Mittelalter wie die Nyckelharpa, selbstkomponierte Musik,
Minnegesang,
viel Witz und Schalk über mittelalterliche und heutige
Missstände. „Ich spiele gerne den Till Eulenspiegel und sage allen meine Meinung ins Gesicht. Es ist wichtig, Kritik zu üben. Wir verpacken das Ganze spaßig in der Musik und dennoch ist die Aussage da“, erklärt Albrecht Schmidt-Reinthaler, Gründer der Gruppe. Im Trio spielen und singen „Bruder Martin“ alias Martin Ernst, „Spielmann Albrecht“ (Albrecht Schmidt-Reinthaler) und Bernd Settgast, genannt „Bernd der Saitengreifer“, der als Vertretung für Ralf Glenk einspringt. Schlüsselfidel und Dudelsack spielt Schmidt-Reinthaler hervorragend, dazu hängt eine Flöte griffbereit um seinen Hals. |
Er singt
die Lieder, die er teils
selbst komponiert hat mit Inbrunst. Ebenso passioniert spielt Martin
Ernst
am Cembalo. Mal ruhig, mal wild und rockig, geht er während
dem Konzert
in der Musik auf. Bernd Settgast begleitet mit Gitarre, Mandoline oder dem Mandocello. Die Tanzlieder des Renaissance-Komponisten Tilman Susato singt er mit voller Stimme. Das Können der Gruppe beeindruckt alle Zuhörer. „Wir stellen seit zwei Jahren ein buntes Programm zusammen. Mit Des Geyers schwarzem Haufen ist uns das erneut gelungen“, sagt Isolde Stifter zufrieden. Das Ausverkauft-Schild habe ihr das schon vor der Aufführung in Möckmühl bewiesen. (Februar 2007, Heilbronner Stimme) |
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"Des Geyers schwarzer Haufen" in Hochform Mit dem Elan des fränkischen Freiheitskämpfers Florian Geyer aus den Bauernkriegen (1525) zieht "Des Geyers schwarzer Haufen" seit 23 Jahren mit handgemachter Musik spielend durch die Lande und Jahrhunderte. |
|
| Heftiges
Handgeklapper empfängt
die Spielleute Martin Ernst, Ralf Glenk und den Gründer und
Frontmann
Albrecht Schmidt-Reinthaler in der Schlosskappelle Brackenheim. Passend
zur
Veranstaltungs reihe 2006 der Kulturregion Heilbronn, hatte das Theodor
Heuss Museum zum musikalischen Ausflug in die Welt sozial-
revolutionärer
Balladen und des lyrischen Minnesangs geladen. Unter den
Gästen fand
sich auch der Fanclub Flein des Musikertrios, von denen einige
– Ironie der
Geschichte - mit Erich Honeckers letzter Staatskarosse - einer noblen
Stretchlimousine
aus dem Hause Volvo angereist waren. Wenig bekannt, hatte sich der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland (der aus Brackenheim stammt) in seiner Schrift "848 – Werk und Erbe" mit jener "seelisch-geistigen Atmosphäre" auseinandergesetzt, die "vor dem politischen Durchbruch und Umschwung herrschte". Dazu gehörte neben den Schriften von Marx und Engels auch der Dichter des Vormärz Georg Herwegh. |
sondern
auch ein feines
Gespür für Arrangements und Genres haben, vom
Sprechgesang in memoriam
des Raubeins Francois Villon bis hin zu fetzigem Mittelalterrock.
Schellen
am Fußgelenk sind keine Sonderheit des indischen Tanzes und
der Dudelsack
ist keine schottische Erfindung. Die musikalische Vergangenheit ist
nuancenreich
und bei weitem nicht so düster ist wie der Name des Trios
andeutet.
Das zeigen bereits die Kluft: Lederwams über weißem
Bauernhemd
und weißer Hose, wie auch die heiteren Trink- und Tanzlieder,
die das
Programm gekonnt auflockern. Von Leonore Welzin (Mai 2006 Heilbronner Stimme) |
| Ein
ausgelassenes Konzert…. im Foyer der Nordheimer
Sporthalle ….die drei Spielleute von "Des Geyers schwarzer Haufen" sind bekannt dafür, dass sie Mittelalter- und Renaissancemusik aufgreifen. |
|
| Manchmal
belassen sie sie einfach
so, wie sie ist. Andere Male bauen sie auch ein paar neuzeitliche
Rhythmen
und Melodien ein. So lugte hinter manchem Klang aus dem 12. Jahrhundert
ein
wenig ABBA oder eine Zeile aus dem Musical „Jesus Christ
Superstar“ hervor.
Das Programm heißt ja immerhin „Spielend durch
Jahrhunderte“. Zumeist machten sie aber ihrem Namen alle Ehre. Dann spulten sie kraftvoll die Kampflieder des Bauernführers Florian Geyer herunter und strahlten den Revolutionsgeist von 1525 aus. Bei den Tänzen zeigten sie, dass sie auch langsam und gefühlvoll sein können. Für die Lacher zwischen den Liedern sorgte Albrecht Schmidt-Reinthaler. Als Wortführer erläuterte er den Gästen das Vokabular des Mittelalters und übersetzte so manche Wendung ins moderne Deutsch. |
Wenn er
sich mit Martin Ernst kabbelte
und diesen als „Bruder Martin“, den dem Kloster
entsprungenen Mönch, präsentierte,
kam das Flair mittelalterlicher Marktplätze in die Sporthalle. Allerdings haben die drei im Laufe der Jahre das Gespür entwickelt, wann es wieder Zeit ist, in die Saiten zu hauen oder die Sackpfeife mit Luft zu füllen. Die Besucher dankten es ihnen mit genügend Handgeklapper und der Forderung nach mehreren Zugaben. (März 2006, Neckar-Zaber-Rundschau / Heilbronner Stimme) |
| Eine
Idee, die ankam: Der Fleiner Heimatverein hatte „DGSH“ zur Feier seines 25-jährigen Jubiläums engagiert. |
|
| ….
Dann war die Bühne frei
für „Des Geyers schwarzer Haufen“. Nach
einem humorvollen Gedicht, vorgetragen
vom Moderator der Gruppe, Albrecht Schmidt-Reinthaler, erinnerte dieser
an
den Edelmann Florian Geyer, der sich im Bauernkrieg auf die Seite der
armen
Bauern schlug. Schmidt-Reinthaler ist recht vielseitig, ob er nun auf
der
komplizierten Nyckelharpa fidelt, die Drehleier spielt oder auf
Flöten
und Krummhorn bläst. Ralf Glenk ist auf den Zupfinstrumenten zu Hause und gefällt mit seiner guten Stimme, wenn er singt, dass böse Menschen keine Lieder haben. Geschickt bezieht er das Publikum mit dem Kehrreim des beliebten Madrigals „Tanzen und Springen“ in das Geschehen ein. |
Allerdings
haben die drei im
Laufe der Jahre das Gespür entwickelt, wann es wieder Zeit
ist, in die
Saiten zu hauen oder die Sackpfeife mit Luft zu füllen. Die
Besucher
dankten es ihnen mit genügend Handgeklapper und der Forderung
nach mehreren
Zugaben.Dritter im Bunde ist „Bruder Martin“,
Martin Ernst ist zuständig
für die Handtrommeln, ein vorsintflutliches Cembalo und so
spezielle
Instrumente wie Dulcimer oder Scheitholz. Und so klingt es unermüdlich von der Bühne mit Tänzen aus dem 16. Jahrhundert, Lieder wie „O lieber Tod von Basel“ oder vom gar nicht so lustigen Landsknechtleben. Erfreulicherweise klammert das Trio die harte Wirklichkeit früherer Zeiten mit Fron und Leibeigenschaft in seinem bunten Kaleidoskop nicht aus. (Februar 2006, Heilbronner Stimme) |
|
Zwischen Gutenberg und poetischen Geschichten Lange Nacht der Museen in den beiden Nachbarstädten Böblingen und Sindelfingen |
|
| Mittelalter
in Böblingen: „Des
Geyers schwarzer Haufen“ sorgte für optimal passende
Musik zur Eröffnung
der Gutenberg-Ausstellung. „Gut zweitausend Besucher haben
wir in der Zehntscheuer
gezählt“, sagt Ursula Klatzeck, die hinter der Theke
des Bauernkriegsmuseums |
stand:
„Die Leute waren
begeistert vom Programm, manche haben erst bei dieser langen Nacht der
Museen
ihre Heimatstadt richtig entdeckt.“ (November 2005, SZ/BZ, Böblingen- Sindelfingen |
|
Anziehungspunkt in Böblingens
Museentempel: Die Gruppe „Des Geyers schwarzer Haufen“ war dabei! |
|
| Die Gruppe
„Des Geyers schwarzer Haufen“, die für
ihre Leistungen mit viel Jubel |
und
Handgeklapper belohnt wurde. (November 2005, Kreiszeitung Böblinger Bote) |
|
Lieder gegen Ablasshandel, Ausbeutung und Ungerechtigkeit Von Cordula Dürr |
|
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Mit frenetischem Beifall feierte das Publikum des Geyers schwarzer Haufen im Knurps Kulturkeller in Möckmühl. Einige kannten die Gruppe, viele ahnten, was sie erwartet und einige waren sogar in historischer Kleidung erschienen, genau passend zum Outfit der drei Spielleute. Da war einmal der Bandgründer, Spielmann Albrecht , alias Albrecht Schmidt-Reinthaler, der in Luther-Deutsch durchs Programm führte und abwechselnd auf der Sackpfeife, der Drehleier, der Schlüsselfiedel, dem Krummhorn und verschiedenen Flöten spielte. Ihm zur Seite standen Ralf der Saitengreifer (Ralf Glenk), der diverse Gitarren bearbeitete und Bruder Martin (Martin Ernst) dem, seiner Tonsur wegen, ein Vorleben im Kloster nachgesagt wird. Sein Hauptinstrument ist das Cembalo, aber auch mit Trommeln und dem Scheitholz, eine quaderförmigen Gitarre, versteht er meisterlich umzugehen. Das fast dreistündige Programm führte die Zuhörer auf eine Zeitreise ins Mittelalter mit Abstechern ins 18. und 19. Jahrhundert. In der Tradition ihres Namensgebers Florian Geyer, dem fränkischen Ritter, der sich für die Rechte der Armen eingesetzt hatte, bot das Trio zunächst Lieder über aufsässige Bauern (Spieß voran, drauf und dran ), Ablasshandel, Ausbeutung und Ungerechtigkeit. |
Im Repertoire waren aber auch Liebesballaden von Francois Villon (1431-1463), eine Vertonung von Schillers Wo man singt, das lasst euch nieder, böse Menschen kennen keine Lieder oder die Moritat über einen jungen Mann, der den Tod seiner älteren Gemahlin herbeisehnte. ( Der Tod von Basel ). Den aktuellen Bezug zu heute unterstrich das Lied vom Michel, wo es heißt: Warum weinst du? Weil sie mir mein Geld verprassen und nicht sagen, wo sie's lassen . Darüber hinaus waren Tanz- und Trinklieder, derbe Zoten und Instrumentalstücke in unterschiedlichen Stilrichtungen und sogar in rockigen Rhythmen zu hören. Dabei verausgaben sich die Musiker bis an den Rand ihrer physischen Kräfte. Sie sangen und spielten in akrobatischen Stellungen, entlockten den historischen Instrumenten virtuose Klänge, stampften dazu mit ihren Schellenbändern an den Fußgelenken und wechselten in Rekordzeit ihre Klanggeräte. Das Publikum
ging begeistert mit, man klatschte und sang mit und forderte am Ende
immer
neue Zugaben. Eine unglaubliche Stimmung herrschte in diesem
Theaterkeller.
Kein Wunder, hätte Theaterdirektor Siegl-Müther
dreimal mehr Eintrittskarten
verkaufen können, als Sitzplätze vorhanden sind. |
|
Wo man singt und klampft, da lass’ Dich nieder Des Geyers schwarzer Haufen musiziert und klappert auf Stettenfels |
|
| …
Balladen, Minnesang und deftige
Trinklieder: "Des Geyers schwarzer Haufen" werden von der Abendbrise
aus
dem mörtelalten Burggraben der Festung Stettenfels
über das Gemäuer
in die Vollmondnacht hinaus getragen. …zu Branle, Bourrée und Mohrentanz wird rhythmisch geklatscht und je weiter der Abend fortschreitet, desto spontaner, frenetischer ist das Handgeklapper der bis nach Nürnberg reichenden Fangemeinde. Höhepunkte sind aber gerade die dunklen Stücke, wie der „Tod von Basel“, den ein damals politisch unkorrekter Ehemann seinem Weib wünschte. Martin Ernst, Ralf Glenk und Albrecht Schmidt-Reinthaler verwandeln den mittelalterlichen Text in einen fetzigen Boogie-Woogie. Stark auch die musikalische Vielfalt und Sensibilität, mit der alte Nummern neu arrangiert und interpretiert werden. |
Wunderbar
die Singstimme von „Ralf
dem Saitenreißer“, mitreisend die Rasanz und
Virtuosität des Spielmanns Albrecht
auf seinem Instrumentarium von Dudelsack über Drehleier bis
Krummholz. Bruder
Martin weiß bei aller Zurückhaltung Akzente zu
setzen, sei es auf dem Cembalo,
dem Scheitholz oder allerlei Trommeln. Auch Schillerschem Freiheitspathos und dem Raubein Francois Villon sind das Trio und die Fans zugetan – alles in allem ein gutes Konzert. (August 2005, Heilbronner Stimme) |
|
Der "alte Flecken" lockt immer wieder neu Wie Musik im 15. Jahrhundert geklungen hat, davon vermittelte "Des Geyers schwarzer Haufen" den Besuchern einen Eindruck |
|
| Der
Auftakt der
Veranstaltungsreihe "Das alte Dorf – neu entdecken" war gut
besucht … Auf dem Dorfplatz führte
"Des Geyers schwarzer Haufen" mit seiner Musik, ganz der Kulisse
angemessen,
in die Zeit des 15. Jahrhunderts zurück. Die drei Mann im
Kostüm
jener Zeit versetzten mit ihren Instrumenten…. die Besucher
in
beste Stimmung. |
In ihren
Liedern zu der eingängigen
Musik ging es um revolutionäre Bauern und ihren Kampf gegen
die Obrigkeit,lustige
Balladen aus dem bäuerlichen Leben oder auch um
höfische Tänze.
Die Besucher gingen begeistert mit. (Juli 2005, Kornwestheimer Zeitung) |
|
Die Reise ins ferne Mittelalter – zu Bauern
und Barden Großes Spektakel auf dem Schorndorfer Archivplatz |
|
| …Einen
überaus gelungenen und
für das Publikum hoch interessanten Beitrag leisteten die
Schorndorfer
Weiber mit der von ihnen organisierten „Zeitreise ins
Mittelalter“. .. ein
Spektakel auf dem Archivplatz, das sich sehen hören und
genießen
lassen konnte. Nicht von ungefähr haben die drei Musikanten von „DGSH“ einen sehr guten Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus. Sie sorgten, weiß gewandet, musikalisch für das stimmige mittelalterliche Ambiente. |
Deftige
Trinklieder, Balladen
und so manch anzügliche Texte u.a. des französischen
Dichters Francois
Villon hatten sie im großen Repertoire und kamen damit beim
Publikum
bestens an, auch wenn die Kinder bei der ein oder anderen Passage
besser
weghören mussten. Jedenfalls hat DGSH dem Publikum viel
Freud’ gemacht. (Juni 2005, Schorndorfer Nachrichten) |
| "Des
Geyers schwarzer Haufen" in Bretzfelder Bank erhielt ordentlich
Handgeklapper "Fürst" entlohnt wackere Spielleute |
|
| …Anfangsapplaus
in der ausverkauften
"neumodisch Burg", wie Spielmann Albrecht das Bankgebäude
nennt….. Dann
geht’s los: Mit Dudelsack, Krummhorn, Cembalo und etlichen
anderen alten
Instrumenten spielen die Musiker Lieder aufsässiger Bauern aus
dem Mittelalter.
… die kleinen Glöckchen am Fußgelenk, so
wird jeder Schritt musikalisch
dokumentiert. Schnell schwappt die Stimmung der sich verausgabenden
Band
auf das Publikum über: Es wird euphorisch mitgeklatscht. Dann werden die Zuschauer in den Refrain eingebunden: "Falalala" ist vernehmlich aus den Reihen zu hören. "Ihr habt wunderbar gesungen – ich hoffe, dass der Fürst nicht euch die Gage ausbezahlt" sagt Spielmann Albrecht mit einem Augenzwinkern. |
"Wo man
singt, da lass Dich
nieder…" erklingt wieder aus den Kehlen der
"Folks-Musiker"….. Dafür
gibt’s von den begeisterten Zuhörern wieder lautes
Handgeklapper.Für
die Zuschauer war der Abend eine richtige Zeitreise… und
auch der Bretzfelder
Bürgermeister Thomas Föhl ist begeistert: "Man
fühlt sich
wirklich ganz in die alten Zeiten zurückversetzt." (Juni 2005, Hohenloher Zeitung, Öhringen) |
| Ein
ungewöhnliches Konzert im Burghof Spritzige Trinklieder und ständig nachgefüllte Gläser förderten die Stimmung "Des Geyers schwarzer Haufen" trug bei einem ungewöhnlichen Konzert im vollbesetzten Hof der Burgruine Zavelstein nicht nur historische Kleidung: Auch die alten Instrumente passten perfekt. |
|
| …Die
musikalische Reise des Trios
führte die Besucher vom 15. bis ins 19. Jahrhundert. Bei
authentischer
Musik erklangen Verse, die vom Ablasshandel, unterdrückten
Bauern, Ausbeutung
und Ungerechtigkeit erzählten…. Mit solchen Liedern
machten die Musikanten
ihrem Namen alle Ehre, denn sie erinnerten an die Zeit des
Bauernkriegs,…
Im Gegensatz zu diesen schwerblütigen Protest- und
Kampfliedern erklangen
dann auch spritzige Trink-Lieder und gefühlvolle Liebeslieder
aus vergangenen
Jahrhunderten. |
Dabei
präsentierten sich
… mit virtuosem Spiel auf wechselnden Instrumenten in
mitreißender
Spiellaune. Die Musik hatte oft geradezu tänzerischen
Charakter. Die temperamentvollen Melodien und die ungewohnten Klänge zogen die Zuhörer in ihren Bann und nicht nur am Ende spendeten sie begeisterten Beifall. (Juni 2005, Calwer Kreisnachrichten) |
| Auf
mittelalterlichen Instrumenten lässt sich's auch rocken Drei urwüchsige Gesellen in mittelalterlichen Kostümen stehen auf der Bühne, quetschen Töne aus ihren Instrumenten und wissen genau, wie es in der Ritterzeit zugegangen ist: Im Haberschlachter Pfarrhauskeller gastiert "Des Geyers schwarzer Haufen". Es ist der Auftakt der Kulturreihe 2005. |
|
| Die Gruppe
geht mit all ihrer Kraft
ans Werk, lockt die zahlreichen Besucher starke zwei Stunden in eine
Welt
fast ausgestorbener Instrumente, wundersamer Klänge und
Themen, die
heute wie vor tausend Jahren ihre Gültigkeit haben. Dass der
Gewölbekeller
von 1617 so gut zu den Liedern passt, freut Pfarrer und Organisator
Hans
Rippmann: "Drei Jahre lang habe ich meine Sommerferien geopfert, um den
Veranstaltungsort
herzurichten - es hat sich gelohnt." Wie die Musiker von "Des Geyers schwarzer Haufen" müssen wohl schon früher Spielleute hier ihre Kunst einem breiten Publikum gezeigt haben, vermutet Rippmann und sieht sich in einer guten Tradition. Die hat auch die Band selbst. Seit 1983 tourt sie durch Südwestdeutschland. Die Besetzung hat sich verändert, doch einer ist immer dabei geblieben: Albrecht Schmidt-Reinthaler mit der Löwenmähne und dem spitzbübischen Grinsen. Er ist ein Multitalent, was die Instrumente betrifft. Alle Arten von Flöten nennt er sein eigen, einen Dudelsack sieht man ihn spielen sowie etliche Saiteninstrumente. Ihm zur Seite stehen Ralf Glenk, ein virtuoser Musiker an Gitarreninstrumenten aller Epochen, und Martin Ernst, der das Cembalo behandelt, als wäre es bloß die Verlängerung seines Armes. Auch das Scheitholz, eine Art Kleinstgitarre, nur viereckig geformt, beherrscht er meisterlich. Da entfleuchen ihm so- gar ein paar Takte aus dem Musical "Jesus Christ Superstar", was die Kollegen zunächst gespielt hämisch kommentieren, danach aber nur allzu gerne aufgreifen. |
Es soll
nicht der einzige Ausflug
in die Moderne bleiben. Gleichwohl widmet sich der "schwarze Haufen"
aber
vor allem der Musik des Mittelalters aus ganz Westeuropa. "Man denkt
immer
fälschlicherweise, dass der Dudelsack schottisch sei. Fakt ist
aber,
dass die Hornpfeife aus dem Orient stammt und ihren Siegeszug im Laufe
der
Jahrhunderte über ganz Europa bis in den Nordwesten angetreten
hat."
Ein wenig Geschichtsunterricht, bevor Schmidt-Reinthaler ein
nordwest-spanisches
Tanzlied aus seinem Instrumentensack pfeifen lässt. Bei "Der Tod von Basel" von 1435, einer Art früher Moritat über einen jungen Mann, der sich das schnelle Ableben seiner älteren Gattin wünscht, wird es dann rockig. "Wenn schon der Text alt ist, wollen wir ihn klanglich modern umsetzen." Das Stück erhält einen Sonderapplaus. Auch ein Lied über ihren Namensgeber, Florian Geyer, kämpfender Ritter auf Seiten der Entrechteten im Bauernkrieg, spielen die drei so engagiert, als säße der Edelmann persönlich im Publikum. Bei allem Spaß spürt man die Ernsthaftigkeit der Künstler. Ehrlich und bodenständig ist ihre Art Musik zu machen. (Mai 2005, HST/ Neckar-Zaber) |
| Wie
eine Zeitreise
"Des Geyers schwarzer Haufen" zelebrieren Lieder als Denkmale In eine andere Welt, eine andere Zeit, fühlte man sich in der historischen Hammerschmiede am Leinbach in Neckargartach versetzt. Zwischen Eichenholzhämmern und Nockenrädern spielten sie auf: "Des Geyers schwarzer Haufen" |
|
| Drei
Musiker mit Leib und Seele.
"Spielmann Albrecht" Schmidt-Reinthaler, Ralf Glenk "der Saitengreifer"
und,
mit Tonsur, "Bruder Martin" Ernst. Mit Pumphosen, Lederwesten,
Leinenhemden
eine Augenweide. Und mit meisterlich gespielten,
altertümlichen Instrumenten
wie Drehleier, Schlüsselfiedel und Scheitholz ein
Ohrenschmaus. An diesem Ort war ihr Konzert ein eigentümliches Zusammentreffen von Mittelalter und Neuzeit, Bauernkrieg und industrieller Revolution. Neben rein instrumentellen Rundtänzen aus Asturien und Frankreich, vornehmlich aus Mittelalter und Renaissance, sangen die drei Spielleute auch Sauf- und Liebeslieder sowie Protest- und Kampflieder aus politisch brisanten Zeiten. Herrlich subversive Texte aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, zum Teil noch immer oder gerade wieder beklemmend brisant: |
"Michel, warum weinest du? Weil sie mir mein Geld
verprassen und nicht sagen, wo sie's lassen." Sonderbar mutet
es an, das kämpferische "Spieß voran, drauf und
dran" aus dem Bauernkrieg, gesungen zwischen Werkzeugen, mit denen man
ohne weiteres Pflugschare zu Schwertern machen könnte.
Zwischen den Schmiedehämmern konservierter Industriegeschichte
erklangen geschmiedete, in Melodien gegossene Verse, die ein
Stück Menschheitsgeschichte konservieren. Lieder, die im
Zuhörer die Frage aufwarfen, ob nicht auch Lieder Denkmale
sind. Für das, was die Menschheit immer wieder aufs neue
rettet: Liebe und Poesie. Und "Das freie Wort", das die drei Spielleute
mit einem vertonten Gedicht des Vormärz-Lyrikers Georg Herwegh
besangen. |
|
Nichts hat sich verändert seit der Zeit von
Ritter Florian Musik nach ehrlicher Spielmannsart mit "Des Geyers schwarzer Haufen" im Schlosskeller Marbach |
|
| Ein
bisschen Heimspiel sei das wohl
schon, ... doch das allein sei es vielleicht nicht, weshalb der Andrang
an
der Kasse weit größer war, als die Zahl der
Sitzplätze, mutmaßten
die Spielleute – und sie mutmaßten richtig. "Die
täglich Sorgen
lasst daheim", sagt Schmidt-Reinthaler ... nach dem grandiosen Einzug
mit
Trommel, Dudelsack und Glöckchen am Fuß. Da hatte
sich das Publikum
längst auf einen sorgenfreien Abend eingestellt. Begeistertes Klatschen schon zu den ersten Klängen, die Gruppe hat treue Fans, wie auch der dichtumlagerte Tisch mit den fünf bisher erschienenen CDs belegte.Mit verträumten alten Balladen, schnellen Tänzen, derben Trink-, zwielichtigen Liebes- und übermütigen Quatschliedern wie das von der St. Pöltener Hochzeit oder das vom Wunsch, halb Papst und halb Sultan zu sein, vertrieben die Musiker mit ganzem Einsatz und strahlender Laune tatsächlich alle trüben Gedanken. Ohne dabei allerdings den Ernst der Lage als Ganzes zu verleugnen. Es habe sich eigentlich nichts verändert seit der Zeit, als der Ritter Florian Geyer im 16. Jahrhundert zum Aufstand gegen Armut und Unrecht einen „schwarzen Haufen“ zusammentrommelte, sagen und singen die zivilen Nachfahren. |
In einer
abgewandelten Form
von Schillers "Wo man singt, da lass dich nieder!" Beispielsweise ist
vom
"Schwert und Degen" für die Gerechtigkeit die Rede. In einem
Lied aus
eigener Feder wird der Mut zum Aufbegehren beschworen. "Das
müssen wir
noch singen, und sein es nur für uns", sagt Schmidt-Reinthaler
dazu.
Und offenbart damit spätestens hier, warum er immer
weitergemacht hat
mit der Musik nach ehrlicher Spielmannsart, die beide Seiten des Lebens
sieht,
nicht nur den schönen Feierabend. Die nicht taub und blind ist
gegenüber
den Sorgen, sondern sich ihnen keck in den Weg stellt. "Es hat sich nichts verändert". Die notwendige Bestätigung dessen, was jeder weiß, ist am ehesten aus dem Mund von Künstlern zu ertragen. Sie haben die Mittel, zu berühren, mit viel "Heia Ho", mit "Spieß voran, drauf und dran", mit Klang, Rhythmus, Reim. Das tötet nicht den letzten Nerv, sondern weckt die Lebensgeister. Eine kleine Veränderung, immerhin. Sie hält nicht an ohne regelmäßige Nahrung, auch deswegen strömte das ahnende Publikum. (April 2005, Marbacher Zeitung) |
| Loblieder
auf Freude am Leben "Des Geyers schwarzer Haufen" im Konzert im Ali-Theater Tiengen |
|
| Die
Klänge von Scheidholz, Dudelsack, Schlüsselfidel oder
Mandoline schallen durch den Raum, drei Männer, die vom
Aussehen her an längst vergangene Zeiten erinnern, singen
Loblieder auf die Freude am Leben, fordern aber auch den Aufstand gegen
soziale Ungerechtigkeit. Wer einen Sprung ins Mittelalter machen
wollte, musste am Samstagabend ins Ali-Theater Tiengen gehen, um die
Musik von "DGSH" zu bestaunen. ... Dabei ist der aktuelle Bezug der sinngemäß unveränderten Texte verblüffend: der weinende deutsche Michel - Symbolfigur für die Lage des Landes -, zeitlose Liebeslieder von schmerzhaften Trennungen und den schier unerträglichen Qualen der Ehe oder die Ungerechtigkeit, dass sich die Wohlhabenden auf Kosten der Armen immer weiter bereichern - alles beinahe eins zu eins in die Moderne übertragbar. |
... Die
drei Musiker aus dem Raum Ludwigsburg übernehmen in ihren
Rollen die von Freiheits- und Gleichheitsdenken
bestimmten Überzeugungen des unteren Standes. Dabei kam die
Musik keineswegs
bierernst rüber, nachdenkliche Klänge wechselten sich
mit gefühlvollen, traurigen, aber auch fröhlichen und
lustigen ab. Tanzrhythmen entführten die Zuhörer auf
mittelalterliche Volksfeste und sorgten für eine rege
Beteiligung des Publikums. (März 2005, Südkurier, Konstanz / Waldshut) |
| Ostermarsch 2005 / Zentrale Kundgebung in Heilbronn | |
| ... Ihren
Abschluss fand der Tag mit
Songs der Kultband "Des Geyers schwarzer Haufen" (Heilbronner Stimme) ... Von allen Seiten drängen Menschen mit
Plakaten und Bannern zur großen Bühne vor der
Kilianskirche, wo die Mittelalter-Band "Des Geyers schwarzer Haufen"
musiziert. "Böse Menschen haben keine
Lieder", schmettern die Sänger und motivieren dadurch
…zum wilden Tanz. |
... sorgten
für Stimmung und der eine oder andere ließ sich
durch sozialkritische Lieder von "Des Geyers schwarzer Haufen" gar zum
Tanzen animieren. (Neckarexpress, Heilbronn) |
| Das
stampft und hüpft bei den Tänzen Des Geyers schwarzer Haufen gastiert im Kräuterkasten / Zuhörer klatschen und singen |
|
| Auch wenn
der Saal zum Bersten gefüllt ist, der Lärmpegel
entsprechend hoch, die Sackpfeife, ein spanischer Dudelsack
übertönt beim Einzug der Spielleute auch ohne
Verstärkung mühelos jedes Geräusch ...
Stimmgewaltig singen sie vom Handwerker, vom Pfaffen und Bauern, vom Krieg, von 1848, von der Freiheit. Sie schreien unisono Protest und verwandeln ein Trinklied in ein kunstvolles Terzett. Und welch einen Schatz an alten Instrumenten sie hergeschleppt haben: Schlüsselfidel, Scheitholz, Cembalo, Gitarre. Das Krummhorn quäkt, die Rauschpfeife näselt, und immer wieder sorgen heller Flötenklang, Drehleier und Sackpfeife für mittelalterliches Flair, verfremden kunstvoll, wenn die Musik neuzeitlich rockig wird. |
Das stampft
und hüpft bei Tänzen aus Deutschland, wird runder bei
französichen, schreitet vornehm in
der Zeit der Renaissance. Wie sollte man da als Zuhörer ruhig bleiben. Man klatscht und klopft, summt, versucht gar, die oft vertrackten Texte mitzusingen. Man erklappert sich begeistert Zugaben und drängt sich hinterher um die Spielleute, die sich nach der Vorstellung noch zu einem Trunk unters Volk mischen. So muss es früher in den Wirtshäusern zugegangen sein. (Januar 2005, Schwäbischer Bote, Zollern-Alb-Kreis, Oberndorf) |
| LKZ-Weihnachtsgala
2004 Spielleute trumpfen bei großer LKZ-Gala auf… |
|
| LKZ-Gala
tanzt und steht Kopf ... . So fidelte und klampfte das Mittelalter ...
das Publikum vom Hocker gerissen ... (November 2004, Ludwigsburger Kreiszeitung) |
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| Sang
und Klang aus längst vergang'ner Zeit Des Geyers Schwarzer Haufen brachte Lieder und Tänze aus sechs Jahrhunderten in den Schlosskeller |
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| ... waren
sie eingezogen, die drei Spielleut' von "Des Geyers Schwarzer Haufen".
In mittelalterliches Tuch gewandet hatten sie "neumodisch silbern
Scheiblein" im Gepäck neben viel Gesang und
Spiel. Zu einem Streifzug durch rund sechs Jahrhunderte Lieder und
Instrumentalmusik aus ganz Europa luden die drei Überlebenden
der Bauern- und Revolutionskriege am Samstag im Nürtinger
Schlosskeller zu Tänzen, Sauf- und Lumpengesängen
sowie zur öffentlichen Darbietung subversiven Sanges
"garstig"-politischen Inhalts.
Gemeinsam frönen sie der Musik und den drei schönsten Dingen des Lebens, dem "Fressen und Saufen" (?). Das hatte sich zu seiner Zeit auch Franz Villon zum Ziele gesetzt. Und das konnten die fahrenden Musikanten natürlich nicht für sich behalten, sondern pfiffen von der Bühne, was ihr "jüngst verstorbener Freund" (1431 in Paris geboren) an rothaarigen Frauen fand. Gleich zu Beginn des Konzerts, in einem galizischen Tanzlied und einem Stück über "schöne Jungfrauen in grünen Auen" kamen die musikalischen und vokalistischen Fertigkeiten des Trios so glanzvoll zum Ausdruck, dass man gerne bereit war, den Musikern ihren dezenten Flirt mit moderner Bühnenelektronik nachzusehen. Dafür glaubte Albrecht Schmidt-Reinthaler, Mastermind des Schwarzen Haufens, in Nürtingens Katakomben "revolutionärem Potential" zu begegnen, was ihn ermutigte, sich musikalisch in den Zeitläuften etwas nach vorne zu wagen. "Ähnlichkeiten zu heute sind eurer Phantasie überlassen", lautete sein Kommentar zu einem Lied, in dem der berühmte deutsche Michel sein Leid darüber klagt, dass sich die ohnehin schon Reichen auch noch seiner kargen Habe bemächtigen und er sich nicht einmal mit Worten wehren darf. |
So weint er
(1848), "weil es mir nicht mag behagen, dass ich soll den Maulkorb
tragen". Selbst Theodor Kramer (1897-1958), jener fast vergessene
Dichter der niederösterreichischen Tagelöhner und
Kätner, fand durch des "Saitengreifers" Stimme den Weg ins
Programm der drei "Folks-Musiker" aus Ludwigsburg.
Doch immer wieder bricht sich die Lust, das Volk tanzen zu machen, einen Weg und dann tanzen sie gar mit dem "Tod zu Basel" einen Boogie, der sogleich wieder Raum gibt für klingende Tschinellen und Glöcklein an den Fußgelenken, die munter im Takt auf und ab schwingen, während die Drehleier eine alte bretonische Melodie erklingen lässt: "Wer sie nicht kennt, wird wohl nicht dabei gewesen sein", meinte der Herr der Kurbel mit dem langen Blondhaar. Dabei gewesen, als die Frage aller Fragen lautete: "Was wollen wir trinken, sieben Tage lang?" Noch waren die Neonazis nicht in den Landtag Sachsens
gewählt, da klang schon mahnend im Theater im Schlosskeller
von der Bühne, was Georg Herwegh einst in Verse gesetzt hatte
als Appell, einen Schatz zu hüten, den er 1848 erst zu heben
hoffte: "Das freie Wort" - Meinungs- und Redefreiheit, die so schwer
erkämpft wurden und so schnell, wie 1933, durch die Dummheit
so genannter Protestwähler verloren gehen können. |
| "Des
Geyers schwarzer
Haufen" zog viele Zuschauer auf dem alten Dorfplatz in seinen Bann
Das alte Dorf - wahrlich neu entdeckt |
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| Den krönenden Abschluss bot am Samstag Des Geyers schwarzer Haufen, der mit seiner Musik aus dem Mittelalter, sowie Liedern, Tänzen und Balladen mit zum Teil witzig-deftig-derben Texten aus dem Landsknechtleben für eine hervorragende Stimmung sorgte und bei der die Besucher voll mitgingen. | Kulturamtsleiter
Peter Keim konnte daher ohne Übertreibung feststellen: "Die
Veranstaltung war ein Volltreffer!" (August 04, Kornwestheimer Zeitung) |
| Ließen
die Vergangenheit in Wallenfels musikalisch lebendig werden: "Des
Geyers schwarzer Haufen" Mal derb und mal romantisch das Mittelalter in die Gegenwart geholt |
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| Das
Wallenfelser Kulturzentrum verwandelte sich am Samstagabend in einen
mittelalterlichen Marktplatz. "DGSH" begeisterte seine Hörer
mit Spielmannskunst des späten Mittelalters ... Auf ihre ganz
besondere Weise nämlich nehmen die drei Musiker die
Konzertbesucher mit in eine Zeit, die schon längst vergessen
ist. ... Mit Gitarre,
Dudelsack und Trommeln heizen sie im Saal so richtig ein und so dauert
es
nicht lange, bis auch das Publikum kräftig mit den
Händen "mitklappert".
... "Spieß voran, drauf und dran" lautet die Textzeile des
Refrains,
in dem sie schonungslos und manchmal derb die Zustände des
Mittelalters beschreiben. Bedächtig und fast schon poetisch mutet das Titellied ihrer aktuellen CD an: "Wo man singt, da lass Dich nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder" lautet der Tenor, der auch heute noch aktuell sein dürfte. ... Dem Publikum gefällt der Stil der Musiker immer besser und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Zuhörer mit ins Musizieren eingebunden werden. |
Mit einem
lauten "Falalalla falalalalla fa la" singen die Wallenfelser den
Refrain selbst. ... Spätestens nach diesem Lied haben sich
"DGSH" auf Betriebstemperatur gespielt und Ralf, der Saitengreifer
macht seinem Namen alle Ehre. Er greift nicht nur in die Saiten seiner
Gitarre, er lässt sie förmlich
dauervibrieren. Trinklieder haben die drei Akteure en masse auf Lager. Doch auch im Stile von Minnesängern können sie überzeugen. Die romantische Ballade "Dein rotes Haar" wirkt kein bißchen aufgesetzt und zeigt eindrucksvoll die musikalische Vielfalt der Gruppe. Bis in den späten Abend lassen "DGSH" die Vergangenheit in Wallenfels präsent werden und vermitteln dabei einen Eindruck davon, wie es im 15. und 16. Jahrhundert in den Gassen geklungen haben muss, wenn Spielleute durch die Stadt gewandert sind. Der Lohn: immer wieder "Handgeklapper". (August 04, Fränkischer Tag, Kronach / Bamberg) |
| "Des Geyers schwarzer Haufen" gaben im Zunftwinkel Lieder "zum Tanzen und Trinken" zum Besten. Der schwarze Haufen verführt ins Mittelalter | |
| ... Die
handgemachte mittelalterliche "Folks-Musik" der Formation mit einigem
Hintersinn und ganz ohne den Muff traditionell gepflegter Volksmusik,
wird seit über zwanzig Jahren auf einer Vielzahl von
Bühnen gefeiert, so auch in Wangen. ... Aus Asturien oder
Französich Landen, als Handwerkerlieder getarnte Aufrufe zum
Lustigsein, aber auch die eher derben Texte eines Francois Villon,
legendärer Poet aus dem 15. Jahrhundert, mit einer
modernisierten Rockversion von "Ach lieber Tod von Basel" fehlten dabei
nicht. Zur "Ballade von den die Vogelfreien" als düsteres Kapitel von Villon zeigte sich die selbst komponierte Musik in ihrem rasanten Tempo noch waghalsiger als der Text, sämtliche Register im Duett von Gitarre und Harpa ausschöpfend. "Wir sind eine Stimmungskapelle und wollen die Fischer-Chöre toppen!" war zwischendurch vom Kopf der Gruppe, Albrecht Schmidt-Reinthaler zu hören, der über das Musikalische hinaus auch verbal seine Stärken voll ausspielte. |
Über
die eigenen Höhenflüge lachen können und
damit Überkommenes mit einem Augenzwinkern zu ironisieren
gehört ebenso zum Programm, wie die "Ausrutscher" ins Heute
mit "Jesus Christ Superstar" oder Minnelieder auf Plattdeutsch, die
auch beim
Autowaschen als Ohrwurm herhalten. Ein entspannter Sommerabend in passendem Altstadt-Ambiente, der zwar noch nicht zum Mittanzen - dann wäre das Fest wohl perfekt gewesen - dafür zu viel "Handgeklapper und Fußgewippe" im ausverkauften Innenhof der Häge-Schmiede verleitete. (August 04, Schwäbische Zeitung, Wangen / Ravensburg) |
| "Des
Geyers schwarzer
Haufen" präsentierte alte Lieder in der Hohenecker Kelter
Vibrierender Bogen zwischen den Zeiten |
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| Es waren einmal Zeiten, in der Knappen sich in rotes Haar verliebten, in der der edle Bauernkämpfer Florian Geyer den roten Hahn auf Klosterdächer setzte, in denen zur Lebensqualität gehörte, zusammen zu trinken und zu singen, nicht allein, sieben Tage lang. Mit derlei starken Bildern aus alten Liedern ließ "DGSH" diese Zeiten am Mittwochabend in der Hohenecker Kelter lebendig werden - an einem Ort, wo in diesem Sommer, beim 750-Jahr-Jubiläum, verstärkt der Vergangenheit gedacht wird. Die meisten Bearbeitungen stammen von Schmidt-Reinthaler. | Er ist
dabei betont unpuristisch, klebt nicht historisierend an alten Formen,
sondern will Inhalte und Atmosphäre von früher
vermitteln, ohne die heutige Zeit zu verleugnen. So ist
das Konzert keine stadelmäßige Flucht in ein
verlorenes Idyll,
sondern spannt einen vibrierenden Bogen zwischen den Zeiten, in welchem
Ideen,
Sehnsüchte und Energien hin und her fließen. Es ist
nicht Show
und Animation, wenn zum Mitsingen eingeladen wird, sondern
verbrüdernde
Ehrensache, denn "böse Menschen haben keine Lieder". (Juli 04, Marbacher Zeitung) |
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| "Wettstreit
unter Freunden" Strassenmusik Festival im Westfalenpark Dortmund
Starke Stimmung beim 7. Festival der Strassenmusikanten |
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| "Des Geyers schwarzer Haufen" begeisterten mit mittelalterlicher Musik und wurde sowohl von der Jury als auch vom Publikum zum Preisträger gewählt. | |
| Zeitpark Böblingen, Juli 03 | |
| Zum 750-jährigen Stadtjubiläum wurden an 6 Juli Tagen über 40.000 Besucher in einer einzigartigen Atmosphäre gezählt. "Des Geyers schwarzer Haufen" überzeugte mit enormer Spielfreude und konnte eine riesige Menge neuer Freunde gewinnen, die das Trio regelrecht feierte. | |
| Wie im siebten Bauernhimmel - Lieder aus Mittelalter und Neuzeit bot "Des Geyers schwarzer Haufen" im Messkircher Schlosskeller | |
| Ein
vergnüglicher Abend ließ die Spielmannskunst des
späten Mittelalters und darüber hinaus
lebendig werden. ... Seit der Zeit der seligen Zimmern wurden in
Schloss
Meßkirch solche Töne nicht mehr gehört ... Schon der Einzug des dreiköpfigen Ensembles mit Gesang, Percussion und Dudelsack machte vertraut mit den exotischen Klängen mittelalterlicher Musikinstrumente. Freilich greift die Band auf elektrische Verstärker zurück, auch ansonsten ist es nicht das Anliegen, historisch genau die Spielweisen des Spätmittelalters wieder zum Leben zu erwecken, es ist vielmehr freier Umgang mit der historischen Überlieferung und solide Spielmannskost zu erwarten. Perkussives Temperament eines kräftig gewürzten Ragouts kam dann etwa bei einem galizischen Tanz auf. Mit Blockflöte, Drehleier und Saitenspiel kam das fetzige Tanzstück "Aufzug der Spielleut" prächtig herüber, gleichfalls erfreute "Tanzen und Singen" mit Krummhorn-Getön und einem begeistert auf "Fallala" einstimmenden Publikum. |
Mit
französischen Trinkliedern, instrumental rauschhaft gesteigert
mit einem Rundtanz aus Burgund, einem "Branle",
wohl von Jaques Moderne, ging die Post ab. Melancholisch poetisch wurde Francois Villons "Ballade für den Vogelfreien", spritzige Trinklieder wie das "All voll" aus dem Glogauer Liederbuch und das furiose Finale "Was wollen wir trinken" gaben dem Abend eine feuchtfröhliche Note. Nach "frenetisch nit enden wollendem Handgeklapper" wurden die Spielmannsleut erst nach drei Zugaben entlassen. Bestimmt hätte das den Grafen von Zimmern gefallen. (Südkurier, September 2003) |
| Begeisterte
Zuhörer in der Rielingshäuser Dorfkelter Tanzen und Springen - Ehrliche, handgemachte Musik von "Des Geyers schwarzer Haufen" |
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| ...Die
begeisterten Zuhörer, die zuhauf die Kelter füllten,
bedankten sich mit überaus starkem Handgeklapper, was die drei
Spielleut in ihren mittelalterlichen Gewändern und mit
ungeschminktem Landsknechtsgehabe wiederum mit großartigen
Zugaben belohnten.
... Kurzweilig und bunt, mit spielerischer Leichtigkeit,
mit witzigen und deftig-derben Texten in zum Teil atemberaubenden
musikalischen Arrangements führte das Trio sein Publikum durch
die Jahrhunderte vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Am Ende
weiß man nicht, was mehr zu bewundern wäre: das
enorm versierte Spiel auf ungewöhnlich exotischem
Instrumentarium, die mitreißend vorgetragenen Texte
– mal absolut derb, mal fast lyrisch hintergründig
und mit großer Stimme und schelmischem Augenzwinkern
serviert, oder das bis zur Erschöpfung sich steigernde Agieren
der
drei Spielleute. ....Tanz- und Trinklieder boten Gelegenheit, die Zuhörer aktiv mit einzubeziehen (mit einem "Falalla la la fa la" bei "Tanzen und Springen" oder dem vielsagenden "All Voll" bei einem Trinklied mit musikalisch fast gregorianischem Hintergrund). ...Sie zeigten auf, wie es wohl geklungen haben mag, als die Spielleute im 15. und 16. Jahrhundert durch die Gassen zogen und Alltag beziehungsweise Sorgen beklagten und zu vertreiben suchten. |
Voller
Spiel- und Musizierlaune griff Ralf Glenk in die Saiten von Gitare,
Mandoline oder Mandocello, sang mit Leidenschaft
und ausdrucksvoller Stimme seine Lieder mit dem Lieblingsthema Ehe. Mit
fast
stoischer Ruhe agierte Drummer Bruder Martin, der auch mit seinem Spiel
an
Cembalo, Scheidholz oder Dulcimer überzeugte. Als echter
Meister vermittelte
Spielmann Albrecht seine vielseitigen Talente mit gallicischem
Dudelsack,
exotischer Nyckelharpa oder mit unglaublich fingerfertigem
Flötenspiel. Heitere Gesänge wie die vom Wunsch "halb Papst und halb Sultan" sein zu wollen, wechselten mit derben Liedern von Landsknechten, Auszüge aus Balladen über Liebe und Tod nach Texten des legendären französichen Poeten Francois Villon ("Vor vollen Schüsseln muß ich hungrig sterben") oder Tanz- und Trinkliedern zur Entspannung oder auch ganz leisen Tönen wie bei der Vertonung von Georg Herweghs Gedicht "Das freie Wort". Ob ausgelassene Trinklieder oder die Nachdenklichkeit des "deutschen Michel"....- es war ein spannungsreicher Bogen, mit dem Des Geyers schwarzer Haufen sein Publikum in Bann zog. Ein wohltuender Abend heiterer Unterhaltung und auch der Aufklärung darüber, wie die Spielleute von damals Probleme ihrer Zeit verarbeiteten – zuweilen von verblüffender Aktualität. (September 2003, Marbacher Zeitung) |
| "Spieß voran, drauf und dran" | |
| Lieder über Landsknechte, die Söldner des Mittelalters, über Tücken und Freuden des ausgiebigen Alkoholkonsums, über wilde Raufereien oder die leiblichen Freuden der Liebe bestimmen das Programm. Aber auch die Ungerechtigkeit des mittelalterlichen Ständesystems, geprägt durch bäuerliche Leibeigenschaft, kommt in den Liedtexten zur Sprache. Dabei spannt der Haufen den Bogen von den Bauernkriegen bis zur Revolution 1848, ohne dabei an der Musik viel verändern zu müssen. Mal abgesehen von ein paar Zitaten aus der Popmusik und einer Bluesnummer mit Cembalosolo, bewegt sich der Haufen auf den musikalischen Pfaden des Volksliedes. | Es sind die
mittelalterlichen Instrumente, die die Musik nach früheren
Jahrhunderten klingen lassen. Krummhorn, Drehleier oder
Schlüsselfidel sind für heutige Ohren eben nichts
Gewohntes mehr. Paneuropäisch bedient sich der Häufen
in der Auswahl seiner Volksweisen mal in den Niederlanden, dann in
Spanien oder Frankreich. Der Gesang der drei Spielleute strotzt nur so
von Tatendrang und Lebensfreude. Kräftig mit den beschellten
Füßen den Takt mitstampfend, verkörpert
der Haufen echte Wildheit. Entsprechend war das "Handgeklapper" des
Publikums
"All voll", und so mancher sang vollmundig einige Lieder mit. (April 03, Hohenloher Zeitung) |
| "Des
Geyers schwarzer
Haufen" im Bürgerhaus Böckingen Schönes, altes Europa |
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| Auch
wenn DGSH nicht in ungebleichten, dunklen Kleidern im Gewölbe
... einmarschiert, ... macht das schwäbische Trio seinem auf
...Florian Geyer zurückgehenden Namen alle Ehre: Zusammen mit
Musikern und historischen Instrumenten ziehen Mittelalter und
Renaissance ein. So muss es geklungen haben, als im 15. und 16. Jahrhundert die Spielleute durch die Gassen zogen und mit ihren Melodien Alltag und Sorgen vertrieben. Auch wenn eben diese sich angesichts der Lage im Nahen Osten nicht sofort abschütteln lassen. Umso stolzer bejahen (die Musiker) mit Ihrer Musik das alte Europa: Von flämischen Tänzen und wilden Trinkgelagen ist zu hören, vom Bauernkrieg und Minnesang. Aber auch angriffslustige Landsknechte, Gauner, Leibeigene und schwäbische Ehemänner werden mit "lustigem Hoppsassa" in feurigen und derben Bänkelsängerliedern, romantischen Balladen und sozialkritischen Texten besungen, polyphon und in einstimmigem Rezitativ. |
Ein
Lächeln ist dabei, wenn Schmidt-Reinthaler im fliegenden
Wechsel von Flöten, galicischem Dudelsack, Nyckelharpa und
Drehleier Geschichtsunterricht erteilt über Frankreich,
Schweden und den deutschen Michel. Und Glenk mit Gitarre, Laute,
Mandocello und Humor in diesem mittelalterlichen Spektakulum
für Kurzweil sorgt.
Ab und zu schlägt die Gegenwart durch:
lateinamerikanisch und rockig. Immer schneller werden die Rhythmen,
wenn Ernst auf Djembe und Bongos den Takt schlägt, sich
Dulcimer und Scheitholz zupfend durch die Jahrhunderte träumt
und am Cembalo den melancholischen Klangteppich wieder ausrollt. Noch
einmal schnarrt das Krummhorn: Das alte Europa ist
präsent. |
| Meinung: | |
| Per e-mail nach einem "Spektakulum" in Stetten am kalten Markt im Juli 02): Toll das Spektakel in Stetten a.k.M.... Ihr habt die Leute mitgerissen! Ein Erlebnis. Gruß Manfred, Hechingen, ehemals Giebelstadt (Florian Geyer Festspiele) | |